In Zukunft werde ich euch ein wenig mehr über Bücher erzählen

Hallo. Ich las letzte Nacht das erste Buch diesen Jahres durch. Und dann nahm ich mir vor, nach jedem gelesenen Buch hier ein wenig darüber zu schreiben. Selbst wenn es nur ein paar Sätze sind, sind die aussagekräftiger, als wenn ich ein Jahr später versuche, mich an den Inhalt des Buches zu erinnern. Heute mache ich also den Anfang; in Zukunft gibt es dann mehr. Ihr solltet euch darauf freuen, weil ich einen hervorragenden Literaturgeschmack habe. Sowas solltet ihr euch auch aneignen.

Terry Pratchett - Wyrd Sisters

Los ging es dieses Jahr mit einem Weihnachtsgeschenk: Wyrd Sisters von Terry Pratchett. Wyrd Sisters ist nach Equal Rites (welches ich vergangenes Jahr las) das zweite Buch der Scheibenweltreihe, welches sich mit den Hexen beschäftigt. Und die bekommen eine ganze Menge zu tun.

Die kürzeste, unvollständigste Zusammenfassung der Welt

In einer stürmischen Nacht wird der Herrscher des kleinen, waldreichen Königreichs Lancre ermordet. Oder auch nur halb; denn wirklich tot ist er nicht: Mit einer Stimme wie ein zufallender Sargdeckel erklärt ihm Gevatter Tod, er müsse als Geist das Schloss bespuken, bis seine Bestimmung erfüllt ist. Gleichzeitig versuchen loyale Gefolgsleute den Sohn des Königs, einen Säugling, vor den Häschern des Königsmörders (die ihn ebenfalls umbringen wollen. Thronfolge und so.) in Sicherheit zu bringen. Wirklich weit kommen sie nicht, allerdings schaffen sie es, das Kind zu Nanny Weatherwax, Gytha Ogg und Magrat Garlick zu bringen. Da die drei Hexen sich weder auf Tom noch auf John als Namen für den jungen Thronfolger einigen können, tun sie das einzig logische, und nennen ihn Tomjohn. Hexen sind nämlich ziemlich clever. Und weil sie so clever sind, geben sie das Kind einer fahrenden Schauspieltruppe mit auf den Weg, um ihn vor dem Mörder seines Vaters in Sicherheit zu bringen. Sobald er volljährig ist, soll er mit einer glänzenden Rüstung und einem riesigen Schwert nach Lancre zurückkehren, um sein Recht auf den Thron zu erkämpfen. Das ist zumindest der ursprüngliche Plan der Hexen, die sich normalerweise aus der Politik heraushalten. Sich in die Politik einzumischen ist nämlich keine gute Idee. Es passieren allerdings seltsame Dinge, so dass den Hexen keine andere Wahl bleibt, als die ein oder andere Gelegenheit zu regeln und ein wenig mit der Zeit zu spielen, um das Königreich wieder zur Ruhe zu bringen.

Fazit & Bewertung

Früher mochte ich die Hexenbücher nicht ganz so gerne, wie die anderen (Stadtwache, Tod, Rincewind) der Scheibenweilt. Mittlerweile hat sich das ein wenig geändert; die Hexen sind super, wenn auch Wyrd Sisters nicht wirklich mit Equal Rites mithalten kann. Um die zahlreichen Anspielungen auf Shakespeare in dem Buch zu verstehen (der deutsche Titel des Buches lautet MacBest) fehlt mir ein wenig das Hintergrundwissen, was dann vielleicht auch der Grund ist, warum Wyrd Sisters von mir nur 4 von 5 Sternen (aber mit Herzchen!) bekommt. Mit Ausnahme des Anhalters von Douglas Adams (und vielleicht Good Omens von Neil Gaiman zusammen mit Pratchett) habe ich noch keine Bücher finden können, die so lustig sind wie die Bücher des wundervollen Sir Terry, weshalb ihr unbedingt alles von ihm lesen solltet. Das meine ich absolut ernst.

Wertung: ★★★★☆