Bücher, die ich 2012 gelesen habe

Lesen ist cool, Jahresrückblicke nicht so. Da ich 2012 aber (vermutlich Kindle-bedingt) mehr als sonst gelesen habe, erzähle ich wenigstens mal, was das so für Bücher waren und was ich von ihnen halte. Hilfreich dafür ist, dass ich den Inhalt der meisten Bücher schon wieder vergessen habe. Egal.

George R. R. Martin - A Clash of Kings

Nachdem ich Ende 2011 den ersten Band der A Song of Ice and Fire-Saga gelesen hatte, war ich absolut angefixt, weshalb ich Anfang 2012 den Rest der bisher veröffentlichten 5 Bücher lesen musste. Was in welchem Band passiert, kann ich nicht mehr zuordnen; allerdings gefiehl mir jedes der Bücher mindestens gut.

Wertung: ★★★★☆

George R. R. Martin - A Storm of Swords

Wertung: ★★★★☆

George R. R. Martin - A Feast for Crows

Wertung: ★★★☆☆

Haruki Murakami - 1Q84 Buch 1

Nachdem ich dann bis Mitte Februar mit den Büchern von Herrn Martin beschäftigt war, beschloss ich dann erstmal, etwas anderes zu lesen. Es schien zu dem Zeitpunkt so, als lese jeder Mensch der Welt gerade 1Q84 von Haruki Murakami, weshalb ich mich gruppengezwungen der Mehrheit anschloss. Ich ließ mich hier ja schon ein wenig zur der Trilogie des Japaners aus. Ich habe nachdem ich den Eintrag schrieb tatsächlich noch weitergelesen, und fühlte mich in den zwei folgenden Büchern auf jeden Fall besser unterhalten. Alles in allem war 1Q84 aber das Unbefriedigendste was ich 2012 las.

Wertung: ★★☆☆☆

Haruki Murakami - 1Q84 Buch 2

Wertung: ★★☆☆☆

Haruki Murakami - 1Q84 Buch 3

Wertung: ★★★☆☆

George R. R. Martin - A Dance with Dragons

Nach der enttäuschenden Japanertrilogie war es dann im Juni wieder Zeit für Altbewehrtes; und zwar den bisher letzten Teil der Saga aus Westeros. Großartig!

Wertung: ★★★★★

Richard Dawkins - The God Delusion

Ein Meh-Buch. Dawkins setzt sich auf interessante Art und Weise mit den unsinnigen Hintergründen von Religion auseinander und argumentiert logisch und schlüssig, warum es als sicher angesehen werden kann, dass es keinen Gott gibt. Ich mag es, wenn Menschen logisch und schlüssig argumentieren, warum es als sicher angesehen werden kann, dass es keinen Gott gibt. Irgendwas störte mich aber an dem Buch; vermutlich eine recht militante Ausdrucksweise. Menschen, die sich ihres Glaubens nicht sicher sind, sollten dieses Buch vielleicht dennoch mal lesen.

Wertung: ★★★☆☆

Peer Meter & Isabel Kreitz - Haarmann

Ein Comic! Oder wie erwachsene Menschen sagen: Ein Graphic Novel! In Hannover! Mit einem Serienmörder! Hat mich tatsächlich positiv überrascht und sollte auch Nicht-Hannoveranern durchaus gefallen können.

Wertung: ★★★★☆

Terry Pratchett - Equal Rites

Auf Feminismusdiskussionen reagiere ich ganz gerne mal gelangweilt bis ablehnend, weil Menschen die Feminismusdiskussionen führen mich langweilen und ich Langeweile ablehne. Nicht aber wenn Terry Pratchett das tut. Und zwar ist es auf der Scheibenwelt üblich, dass der achte Sohn eines achten Sohns irgendwann in seinem Leben von einem alten Zauberer aufgesucht wird, um dessen Zauberstab zu erben. Eines Tages lief das aber ein wenig schief, und ein sterbender Zauberer vermachte seinen Zauberstab einem Mädchen. Das ist unerhört, weil Mädchen keine Zauberer werden können, sondern höchstens Hexen. Das findet Oberhexe Oma Wetterwachs (bzw. Granny Weatherwax) aber ziemlich scheiße und sorgt dafür, dass ihr weibliches Zaubererziehkind, dessen Namen ich gerade vergaß, an der Unsichtbaren Universität studieren darf. Als erster weiblicher Zauberer der Scheibenwelt. HILARIÖS!

Wertung: ★★★★★

Mark Oliver Everett - Things the Grandchildren Should Know

Das zweitschlimmmste Ding, welches Musiker nach Weihnachtsalben machen können, ist eine Autobiographie schreiben. Aber es gibt Ausnahmen. Bei den Weihnachtsalben sei hier A Christmas Album des großartigen Conor Oberst in seiner Funktion als Bright Eyes-Mensch erwähnt; bei den Biographien mit Sicherheit dieses Buch. Musikalisch lasse ich mich ja schon seit einigen Jahren von Mr. E begeistern, aber dass er auch ein Buch geschrieben hat, blieb mir völlig unbekannt, bis es mir ein Freund empfahl und auslieh. Everetts Leben ist keins, um das ich ihn beneide. Sein Vater, ein bekannter Astrophysiker, ist früh gestorben, seine Schwester brachte sich um und er pflegte seine krebskranke Mutter bis zu ihrem Tod. Harter Scheiß, aber Everett schreibt darüber so fesselnd und schön, dass dieses Buch das Beste ist, welches ich im vergangenen Jahr las. Ihr solltet das auch alle tun. Und natürlich auch seine Musik hören.

Wertung: ★★★★★

Hunter S. Thompson - Fear and Loathing in Las Vegas

Ich kannte bisher nur die (großartige!) Verfilmung dieses Buches und stellte beim Lesen fest, dass der Film sehr nah an der Vorlage ist. Soll heißen: Ich langweilte mich ein wenig, weil ich alles irgendwie schon kannte. Trotzdem ein gutes, empfehlenswertes Buch.

Wertung: ★★★☆☆

Ernest Hemingway - The Old Man and the Sea

Ein alter Mann fährt zum Fischen viel zu weit auf’s mehr, fängt den größten Fisch seines Lebens und kämpft mit dem Fisch, dem Meer und sich selbst. Solltet ihr auf jeden Fall mal gelesen haben.

Wertung: ★★★★☆

Tad Williams - Sea of Silver Light

Irgendwann 2011 empahl mir eine sehr gute Freundin die Otherland-Serie von Tad Williams, deren Bücher ich recht unregelmäßig immer wieder mal las. 2012 war es dann mal an der Zeit, den letzten Band zu lesen. Die gesamte Serie ist hervorragend visuell geschrieben; man kann beziehungsweise muss sich zu dem was man liest eine visuelle Repräsentation in seinem Kopf schaffen. Leider ziehen sich die Bücher dabei etwas in die Länge, was die Lust am Lesen ein wenig schmälert. Ich hoffe, dass die Serie irgendwann mal in großem Stil verfilmt wird; sie ist wie keine andere dafür geeignet.

Wertung: ★★★☆☆

J. R. R. Tolkien - The Hobbit

Ich las den Hobbit bisher nicht, weil ich immer von einem einfachen Kindermärchen ausging. Das ist er aber mit Sicherheit nicht. Er ist eine sehr gute, dichte und fesselnde Fantasy-Geschichte, die ihr auch alle mal lesen solltet.

Wertung: ★★★★★

Suzanne Collins - The Hunger Games

Der erste Teil der Trilogie, dessen Verfilmung auch irgendwann 2012 erschienen ist. Im Gegensatz zum Hobbit merkt man (trotz teils expliziter Beschreibung von Gewalt und Gore) eindeutig, dass das Buch für für ein jüngeres Publikum konzipiert ist. Es ist eine dystopische Underdog-verändert-die-Welt-Geschichte, deren Lektüre im Großen und Ganzen empfehlenswert ist.

Wertung: ★★★★☆

Suzanne Collins - Catching Fire

Der zweite Teil. Ist etwas schwächer als der erste, aber dennoch gut und unterhaltsam. Ich erzähle nix, weil ich sonst spoilern müsste.

Wertung: ★★★★☆

Suzanne Collins - Mockingjay

Der Abschluss der Trilogie enttäuschte mich ein wenig. War die gesamte Unglaubwürdigkeit im ersten Teil nur leicht und im zweiten Teil etwas stärker ausgeprägt, findet sie hier irgendwie ihren Höhepunkt. Katniss Everdeen ist ein schwach konstruierter Charakter der irgendwie nur noch auf die Nerven geht. Interessanterweise fallen in der 5-Sterne-Bewertung alle Bücher besser aus, als sich sie beschreibe. Hier auch.

Wertung: ★★★☆☆

David Mitchell - Cloud Atlas

Das war ja durch die Verfilmung (welche ich bisher nicht sah) ja auch ein Buch, an dem man nicht vorbeikam. Und es war eine Herausforderung: Das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten hatte ich Probleme, ein Buch auf Englisch zu verstehen, so dass ich für den ersten Abschnitt Ewigkeiten brauchte. Ich kann nicht behaupten, dass ich das Buch durch und durch verstanden habe, aber es gefiel mir gut und sorgte für Unterhaltung. Sowas sollen Bücher ja auch tun.

Wertung: ★★★★☆

Frank Miller - Sin City Band 1: The Hard Goodbye

Das letzte Buch, welches ich 2012 las, war wieder ein Graphic Novel. Es hat mich überrascht, wie hervorragend Frank Miller es schafft, mit stark kontrastieren, schwarz-weißen Bildern einen Film in meinem Kopf zu erzeugen. Klingt seltsam, ist aber total ernst gemeint. Lest das!

Wertung: ★★★★☆